An dem Tag, an dem mein Erinnerungsvermögen beginnt, hatte ich eine Kamera in der Hand. Zumindest bilde ich mir das ein und es klingt so schön „poetisch“. Ein bisschen später, 2011, hab‘ ich das Kolleg an der Graphischen in Wien und die Meisterprüfung zur Meisterfotografin abgeschlossen. Und dann einfach beschlossen, selbstständig zu werden – mit dem Kopf durch die Wand.

Oft werde ich gefragt, ob ich „wirklich Fotografin bin“. Oder weil ich mit meinen 28 Jahren so jung aussehe – „nur die Cousine der Braut, die gerne fotografiert“? Ja, ich bin wirklich und ganz echt Fotografin – und das jetzt mittlerweile seit sieben Jahren selbstständig und sehr stolz darauf!

Ich habe mich für einen sehr persönlichen und emotionalen Weg in meiner Fotografie entschieden, immerhin bin ich bei euren privatesten Momenten dabei. Deshalb möchte ich euch auch ein Stückchen von meiner ganz persönlichen Seite zeigen:

copyright: daniel kubera

"Dance like nobody is watching."

copyright: kerstin jahn

Ich bin gerne in der Natur und liebe es, wenn es ganz still ist, man höchstens den Wind hört, und die frische Luft einatmet. Egal, ob in den Bergen, im Wald, mit Sonne oder Regen.

Ich liebe es, Einwegkameras über Monate hinweg auszuknipsen – und unsere Polaroids am Kühlschrank. Ich bin gerne auf Familienfeiern – und auf Reisen. Da sieht man mich und meinen lieben Daniel meistens mit unseren Kameras vor dem Gesicht – weil er auch fotografiert.

Wir lieben Roadtrips durch neue Länder – unser All-Time-Favourite wird wahrscheinlich Island bleiben! Weitere unbedingte Traumreiseziele: Hawaii, Santorin, Bahamas, Marokko. Die Hochzeiten machen wir übrigens oft gemeinsam unsicher, weil er mir als mein Second Shooter zur Seite steht. Nach acht Jahren Seite and Seite sind wir schon ein ziemlich gut eingespieltes Team und ergänzen uns perfekt – mit Geheimsprache per Augenkontakt.

Sonst macht man mir mit gutem Essen Freude (Omas gefüllte Paprika!), mit Earl Grey Fizz, Spieleabenden und guten Gesprächen. Im „echten“ Leben bin ich eine kleine Chaotin, die To-Do-Listen liebt, aber nie komplett erledigt. Mir wird selten langweilig, weil ich immer genug zu tun habe, denn neben meiner Fotografie arbeite ich als Redakteurin beim Kinderfernsehen, schreibe für enemy.at über Musik und für volume.at über Nachhaltigkeit und das Glücklichsein.

Außerdem bin ich Profi im „binge watching“ von Serien. Meine Empfehlungen: The Killing, Money Heist, Misfits! Musikalisch aktuell im Tapedeck: James Bay, Years & Years, Bring Me The Horizon, Casper und sowieso auf immer und ewig The Cure.

 

Ich und Fotografie?

Ich liebe es, Erinnerung mit meinen Fotos festhalten zu dürfen – deshalb beobachte ich oft sehr genau und lasse die Menschen vor meiner Kamera „einfach mal sie selbst sein“. Meine Lieblingsfotos entstehen, wenn sie über meine schlechten Witze lachen und es nicht erwarten, dass es gleich Klick macht.

Ich verliere mich aber auch selbst gerne in Fotos von anderen – und erwische mich dann beim stundenlangen Stöbern auf Pinterest oder Instagram. Allein ein Gefühl, das ein Foto hergibt, kann eine irrsinnig große Inspiration sein.

Wenn ich privat unterwegs bin, liebe ich es aber auch, einfach einmal nicht zu fotografieren und die Stille oder die Größe eines Moments zu genießen und mein Bestes zu geben, ihn einfach nur in meinem Kopf für mich festzuhalten.

Meine Features aus den letzten Jahren: