London: 7 Tipps, Die Freude Machen

3. Juli ’14 (#lovelylife)

Vor ein bisschen über einem Jahr wurden mein Dani und ich von Bang & Olufsen für enemy.at zu einem Presseevent nach London eingeladen. Ja, das klingt schon so überirdisch, wie es auch wirklich war! Per Flugzeug ins kühle London, mit einem Großraumtaxi vom Flughafen abgeholt und direkt in die City ins Hotel Café Royal chauffiert.
Das Hotel befindet sich mitten am Picadilly Circus und auf der Regent Street und ist wohl mitunter DAS Edel-Hotel der Stadt. Ja, es war ein verrückter Aufenthalt – mein dritter in London! Auch wenn ich schon sehr viel von der Stadt gesehen hab’, wir haben viel neues entdeckt und altes wiederentdeckt. Meine Entdeckungen und Highlights hab’ ich für euch in diesem Post zusammengefasst. Viel Spaß!

* CUPCAKES ESSEN IN DER HUMMINGBIRD BAKERY

Schon vor dem Abflug hatte ich viel über die angeblich legendäre Bäckerei-Kette the hummingbird bakery gehört. Ob es da wirklich so gute Cupcakes gibt? Nachdem wir sowieso über die Portobello Road spazieren wollten, haben wir die Chance natürlich gleich genutzt.
Und? Noch heute schwärme ich für den unglaublich, wahnsinnig guten Cupcake, den ich dort gegessen habe! Seitdem ist mir nichts besseres mehr unter die Finger gekommen. Flaumig, samtig weich und ein Geschmack, dass es mir eiskalt den Rücken hinunterläuft!
In London gibt es noch weitere fünfFilialen – in Richmond, Soho, bei den Museen in Kensington, in Spitalfields und im Angel Building – sowie einen Bakery-Van, der um die Häuser zieht.


* BESUCH BEI DEN HARRY POTTER STUDIOS

Für alle Harry Potter Fans ein MUSS – jedoch kann ich diese Attraktion einfach jedem ans Herz legen!
Das Highlight der Harry Potter Studio Tour ist natürlich die “große Halle”, in der Harry und Co. unter anderem den sprechenden Hut aufsetzen durften. Man sieht außerdem unter anderem das Schlafzimmer der Gryffindor-Jungen, die verrückten Zaubereien im Weasley-Haushalt, das Haus der Dursleys, die Klasse für Zaubertränke den lilafarbenen Bus und unglaublich viele andere Gegenstände, Kulissen oder Kostüme aus den Filmen.
Der Besuch in den Studios hat etwa drei einhalb Stunden gedauert. Und: Man kommt natürlich nicht drumherum, im riesigen Shop zumindest ein Zugticket nach Hogwarts auf Gleis 9 3/4 zu kaufen ;)
Genauere Infos findet ihr im eigenen Blogpost zur Harry Potter Studio Tour, der demnächst folgt – samt mehr Fotos und Informationen zu Preisen oder Anfahrt!

* MIT COOKIES UND SANDWICHES MIT DEM BUS DURCH LONDON

Ich entdecke ja wahnsinnig gerne kleine Lokale – wer seine kurze Zeit beim Städtetrip in London aber sinnvoll und klassisch nutzen will, dem empfehle ich ein selbstzusammengestelltes Snack-Package und eine Oyster-Card!
Marks&Spencer hat eine unglaublich riesige Auswahl an “frischen” (vor kurzem zubereiteten und eingepackten ;) Sandwhiches, die auch noch richtig gut schmecken! Und wer, wie ich, auf Süßes nicht verzichten kann, dem sei auch die Cookie-Abteilung ans Herz gelegt. Nicht nur hier, in fast allen britischen Supermärkten werden frische, riesige Cookies angeboten.. Mhmmm…
Um nicht ins Schwärmen zu geraten: Hinein in den Shop, stellt euch euren Lunch zusammen und los geht’s zum Bus. In London ist man mit den roten Bussen öffentlich ja extrem gut angebunden und man kommt überall hin. Angeblich gibt es ein so gutes Netz, weil man auf die vielen Autos verzichten möchte ;) Für die Öffi-Fahrten empfehle ich euch auf alle Fälle eine Oyster-Card: auf die Karte kann man ein Guthaben hinaufladen, das man bei jeder Station an ein Lesegerät hält. Für jede Fahrt wird der Einzelpreis gerechnet – aber nur maximal bis zum Tagespreis! Entscheidet man sich also spontan, dass man doch an einem Tag viel fahren möchte, hat man nichts verloren!
Ach ja, wenn ihr euren Bus dann gefunden habt, setzt euch oben in die erste Reihe – esst, genießt und schweigt!

* EIN BLICK INS CAFÉ ROYAL

Schon in der Auslage des Cafés (ja, es gibt nicht nur das Hotel, auch ein Café gehört dazu) befanden sich damals märchenhaft schöne Kuchen – ich glaube, es waren Gugelhupfs, bestreut mit Staubzucker, wie Schnee. Das war die passende Einleitung in das Erlebnis Nobelhotel. Boys, die dich zum Zimmer geleiten und einem jede Funktion darin erklären – Vorhänge mit Fernbedienung, ein Badezimmer mit Fernseher in den Spiegel eingebaut. Sobald man das Zimmer verlässt, scheinbar egal wie oft am Tag, betreten die Heinzelmännchen dein Reich und du erkennst es nicht wieder. Die unsichtbare Putzpatrouille. Man kommt sich vor wie in einer fremden Welt – genießt es zuerst, bis es einem nach vierundzwanzig Stunden eigenartig vorkommt und man wieder ins normale Leben zurück will. Ein letzter Frühstücksbissen im hoteleigenen Restaurant leert noch das halbe Portemonnaie. Ein nicht sehr liebevoll angerichtetes Müsli um etwa 12€ und ein frisch gepresster Orangensaft circa 5€.

 

* MUSIKHÖREN UND BURGERESSEN IN CAMDEN

Meine absolute Reiseempfehlung! Wer nach Schickimicki-Erlebnissen wie einem edlen Hotel (haha) eine Auszeit braucht oder Gesellschaftsstudien machen will: auf nach Camden! Hier gibt es alles, wovon man nichts wusste und Menschen, die man nur aus dem Fernsehen kennt. Es ist eine Art Underground-In-Metropole, mit Streetstyle, vielen Geschäften und Marktplätzen.
Mit der U-Bahn geht’s zur Station Camden Market, von wo man die Camden High Street nördlich hinaufspazieren kann. Hier gibt’s viele Geschäfte, die auch außen ihre Kleidung und Accessoires aufgebaut haben.Über einen kleinen Fluss geht’s dann zum Camden Lock Market,  wo oft junge Bands oder Duos Musik machen. Generell passiert musikalisch sehr viel und es wundert kaum, dass beispielsweise Amy Winehouse hier ihre Jugend verbracht hat und entdeckt wurde. Viele Talente stehen auf der Straße oder Nebenplätzen – nicht um Geld zu bekommen, sondern Publikum.
Um die Ecke vom Camden Lock Market gibt’s das empfehlenswerte Lock17, eine Mischung aus Pub, Bar und Restaurant. Hier gibt’s unglaublich gute Burger zu einem annehmbaren Preis – und modernes, typisches Britenfeeling obendrauf.
Für den ultimativen Gefühlsmix zwischen Urbanität, Britannien und Globalisierung gibt’s noch den Horse Tunnel Market und den Stables Market. Man findet hier kleine Geschäfte, die vielmehr Buden sind, die alternative, teilweise selbstbedruckte Kleidung anbieten – neben Ramschläden mit jeweils denselben Taschenuhren oder T-Shirts. Tief unten im Stables Market gibt’s einen Secondhandladen, den man allein für’s Feeling besuchen sollte. Und zu guter letzt: das Cyberdog. Eine Mischung aus Geschäft und Technoclub? Die Musik so laut, dass man nicht miteinander sprechen kann – kaum eine Glühbirne, aber Schwarzlicht und viel, viel Neonzeugs.
Also, ihr seht… Camden ist einen Besuch wert. Plant am besten ein paar Stunden ein!

* AB INS MUSICAL

Es war mein drittes Mal in London – und noch war ich bei jeder London-Reise im Musical! Wer begeisterter Theater-Gänger ist, sollte es also auch nicht verpassen, in eines der vielen Musicalhäuser in London zu gehen! Denn die Auswahl ist groß und man kann meistens zwischen mehreren der “großen” Stücke (wie “The Lion King” oder “Les Misérables“) wählen oder auf unbekanntere oder neuere ausweichen. Zu letzterem hätte bei unserem London-Besuch das Spice Girls Musical (!!!) gezählt, in das ich Dani leider nicht zerren konnte.
Wir haben uns bei unserem London-Aufenthalt 2013 das Musical “Wicked” angeschaut, in dem es um die beiden Hexen von Oz geht. Ich wollte es schon lange sehen und somit haben wir uns recht bald entschieden. An mehreren Vorverkaufsplätzen in der Stadt kann man noch am Tag bis kurz vor Beginn verbilligte Tickets kaufen. Trotz Verbilligung sind auch die Karten in den “billigen” Kategorien relativ teuer – meine Empfehlung für das Apollo Victoria Theatre, in dem es “Wicked” spielt: Bevor ihr in der viertletzten Reihe sitzt und etwa 20 Pfund mehr bezahlt, als in der schlechtesten Kategorie.. nehmt die schlechteste Kategorie! Man sieht auch von der letzten Reihe sehr gut, da das Theater nicht irrsinnig tief nach hinten geht!

 

* ZUM FOTOTERMIN ZUR ABBEY ROAD

Wer kein allzu vollgestopftes Programm hat, und mal eine Stunde Zeit für Extra-Action, sollte nach Westminster zur legendären Abbey Road fahren. Hier wurde nicht nur das berühmte Plattencover der Beatles fotografiert, nein, hier in den Abbey Road Studios, die nach wie vor hier ihren Sitz haben, fanden die meisten Tonaufnahmen der Band statt. Mit dem Bus geht’s fast direkt zu DEM Zebrastreifen und schon einige Schaulustige und Touristen stehen davor und fotografieren, was das Zeug hält. Wenn es einem selbst nicht zu blöd ist, sollte man auf jeden Fall mitmachen – oder sich von der Webcam ablichten lassen, und das Foto dann unbedingt abspeichern!